„Mit Sicherheit wächst der Schaden“

„Mit Sicherheit wächst der Schaden“ – unter dieser Überschrift hat Peter Seifert vom  Regionalen Planungsverband Oberes Elbtal/Osterzgebirge in einer Broschüre sehr interessante Überlegungen zum Umgang mit Hochwasser in der räumlichen Planung veröffentlicht.

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Ausgehend vom Hochwasserschutzdilemma (mit der Verbesserung des technischen Hochwasserschutzes nimmt die Größe der Hochwasserschäden im Versagensfall zu) wird der Nutzen und die Problematik von Hochwasserschutzanlagen diskutiert. Herr Seifert zeigt die Notwendigkeit der verbesserten Berücksichtigung der Belange des Hochwasserschutzes bei der Raumplanung auf.

Die Freihaltung bzw. Freimachung von Überschwemmungsgebiet wird einerseits gefordert, zum anderen in der Problematik der Umsetzung dargestellt. In diesem Zusammenhang werden auch die ungünstigen Effekte der Kopplung planerischer Vorgaben zur Hochwasservorsorge an die Hochwasserwahrscheinlichkeit thematisiert. Herr Seifert fordert einen neuen Planungsansatz, der sich am größten “ wahrscheinlichen“ Hochwasser (hier wäre es allerdings besser von einem „größten plausiblen Hochwasser“ zu sprechen) orientiert. Damit kann das Restrisiko stärker in das gesellschaftliche Blickfeld gerückt werden.

Insgesamt ein sehr bedenkenswerter Ansatz!

Hiergelangen Sie direkt zur Veröffenlichung: Mit Sicherheit wächst der Schaden

Andreas Schumann
Prof. Dr. rer. nat. habil. A. H. Schumann - Ruhr Universität Bochum

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