Hochwasserangepasstes Planen und Bauen

Die Europäische Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie verfolgt das Ziel, Hochwasserschäden durch eine Reihe unterschiedlicher vorsorgende Maßnahmen nachhaltig und wirksam zu verringern. Dazu zählt auch die Bauvorsorge, die Maßnahmen des hochwasserangepassten Planens und Bauens, der hochwasserangepassten Lagerung wassergefährdender Stoffe sowie die hochwasserangepasste Ausführung von Architekten-, Ingenieur- und Handwerksleistungen umfasst.

Die DWA hat sich frühzeitig dieses Themas angenommen und im Jahr 2010 eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die ein gleichnamiges Merkblatt erarbeitete. Der Entwurf des DWA-Merkblattes 553 „Hochwasserangepasstes Planen und Bauen“ wurde im November 2014 veröffentlicht und stieß auf ein erfreulich breites Echo in der Fachwelt. Insgesamt 19 Einsprecher gaben bis Ende März 2015 mehr als 430 einzelne Kommentare und Änderungsvorschläge zu Protokoll. Das bedeutete nochmals einen erheblichen Arbeitsaufwand für die Mitglieder der Arbeitsgruppe, denn jede einzelne Äußerung muss entsprechend der DWA-Regularien sorgsam bewertet und abgewogen werden.

Pünktlich zum Tag der Hydrologie im März 2016 und den vorbereitenden Sitzungen der DWA-Gremien konnte die Rohfassung des fertigen Merkblattes fertiggestellt und der DWA übergeben werden. Die DWA-Bundesgeschäftsstelle wird nunmehr die redaktionelle Fertigstellung veranlassen und die Bearbeitung mit der Veröffentlichung (voraussichtlich im Herbst 2016) abschließen.

Wir hoffen, dass damit allen Fachkolleginnen und Fachkollegen ein für die praktische Anwendung geeignetes Handwerkszeug zur Verfügung steht und davon auch reger Gebrauch gemacht werden wird.

Robert Jüpner
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Robert Jüpner - TU Kaiserslautern - Sprecher des DWA Koordinierungsgruppe Hochwasser