BMZ stellt Wasserstrategie zur Agenda 2030 vor

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat mit der BMZ Wasserstrategie seinen Aktionsplan zur Umsetzung der Agenda 2030 und des Klimaabkommens veröffentlicht.
Neu ist dabei die Einordnung der Aktivitäten im Bereich Wasser in den Gesamtbeitrag des BMZ zur Umset­zung der Agenda 2030, zu den Klimavereinbarungen und zu weiteren globalen Übereinkünften, wie z. B. zu den Menschenrechten. Neu sind auch die Bezüge von der Staatlichen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) im Bereich Wasser zur Minderung von Fluchtursachen.

Dies sei umso wichtiger, als die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (VN) mit ihren 17 Zielen (SDGs) nur umzusetzen sei, wenn auch Querbezüge ausrei­chend beachtet werden, so das BMZ.

Dazu hat das BMZ folgende Kernbotschaften formuliert:

  • Die Deutsche EZ räumt der Orientierung an den Menschenrechten und dem Prinzip „Leave no one behind“ der Agenda 2030 Vorrang ein bei konkurrierendenWassernutzungsinteressen.
  • Die deutsche EZ setzt sich dafür ein, das Potential von Wasser als konfliktmindernde Ressource und bei der Minderung von Fluchtursachen in Wert zu setzen.
  • In allen EZ-Maßnahmen mit direktem Zugriff auf die Ressource Wasser oder mit indirektem Bezug über Belastungen der Wasserqualität ist die Beachtung der Prinzipien des Integrierten Wasserressourcenmanagements (IWRM) darzulegen.
  • Investive Infrastrukturvorhaben im Bereich Wasser unterstützen die Partner darin, nachhaltige Versorgungstrukturen zu betreiben.
  • Präventive EZ-Maßnahmen zur Wahrung der Wassersicherheit werden an Klima-Modellen ausgerichtet.


Zudem werden folgende Ziele definiert:

  • Zugang zu Sanität- und Trinkwasserversorgung schaffen und Hygiene sicherstellen.
  • Wasserressourcensicherheit fördern
  • zur Minderung und Anpassung an den Klimawandel beitragen
  • Wasser als Friedensressource und gegen Fluchtursachen in Wert einsetzen

Zu den Lösungsbeiträgen der deutschen Entwicklungspolitik im Wassersektor gehöre daher
  • Menschenrechte auf Wasserversorgung und Sanitärversorgung verwirklichen
  • die Nexusperspektive Wasser-Energie-Ernährungssicherheit voranbringen
  • Wasserressourcen nachhaltig und effizient bewirtschaften
  • klimabedingte Wasserrisiken minimieren
  • Konflikte vorbeugen, Fluchtursachen mindern
  • langfristige Wirkungen und Nachhaltigkeit erreichen.
Wiebke Schweer
M.A. Wiebke Schweer - Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehr- und Forschungsgebiet Ingenieurhydrologie der RWTH Aachen University

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