NHWSP beschlossen

Anlässlich der 83. Umweltministerkonferenz wurde das erwartete Nationale Hochwasserschutzprogramm (NHWSP) beschlossen.

Der Bund und die Länder verständigten sich auf eine Liste von 102 Maßnahmen in den Einzugsgebieten von Elbe, Donau, Rhein, Oder und Weser zur Verbesserung des Hochwasserschutzes. Die Maßnahmenliste umfasst Deichrückverlegungen, Wiedergewinnung natürlicher Rückhaltflächen, gesteuerte Flutpolder sowie die Beseitigung bestehender Schwachstellen an bestehenden Hochwasserschutzeinrichtungen.

Für die Realisierung der Maßnahmen wird eine Zeitspanne von rund 20 Jahren als realistisch angesehen; der Finanzierungsaufwand wird auf 5,4 Mrd. € geschätzt.

 

Heribert Nacken
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Heribert Nacken
  1. H.-Peter Feldmann

    Gefahren für den linksrheinischen Raum werden durch das Nationale Hochwas-serschutzprogramm (NHWSP) nicht gebannt!
    Hochwasserschutz in NRW = weiterhin Russisches Roulett
    Anmerkung der Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks lt. NHWSP zum Hochwasser-schutz in NRW:
    „Nationale Bedeutung wegen extrem hohem Schadenspotential durch Bergsenkungsgebiet mit Überflutungshöhen von 10 Metern und mehr sowie wegen grenzüberschreitender weiträumiger Überflutungsgefährdung der Niederlande“
    Die HochWasserSchutz-Initiative (HWS) sieht das Nationale Hochwasserschutzprogramm der Bundesregierung sehr kritisch und hält es bezüglich des Schadenspotenzials für unausgewogen. Wie man mit „Kritischen Infrastrukturen“ und sich zu den Richtlinien der Vorsorge und Schadensverhütung stellt ist politisch nicht erkennbar.
    Das NHWSP bedient nach letzter Lesart den Niederrheinabschnitt zwischen Duisburg bis Landesgrenze mit einer insgesamt 50 km langen Sanierungsstecke.
    Dem gegenüber stehen nach einem Bericht des NRW-Umweltministers von 2012 eine Deich-strecke von mindestens 109 km zur Sanierung an, die im geringen Umfang nun nach Plan – und bei zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln – bis 2025 abgearbeitet werden sollen.
    Der HWS stellt fest, dass gerade der Hochwasserschutz am Niederrhein zwischen Köln bis Duisburg nicht bedient wird. Wie bekannt droht von diesem Abschnitt her das größte Gefahrenpotenzial für die Niederrheinmetropole wegen unzureichender Hochwasserschutzanla-gen und durch Deichhinterströmung mit Abflüsse in die tiefer liegenden Siedlungs- und Bergbausenkungsgebiete am linken Niederrhein und bis hin in Niederländische Gebiete.
    Nur die vorgetragene Teilstromableitung bringt Risikominderung für die Metropole am Niederrhein und der Maas.

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