Veröffentlichung: Neue Prozesse im Auenwald

Lässt sich die natürliche Auendynamik von stauregulierten Flussauen wiederherstellen? Das untersuchte eine mehrjährige Forschungsarbeit am Beispiel einer Auenrenaturierung an der Donau. Die Ergebnisse sind nun in einer neuen Veröffentlichung des Bundesamtes für Naturschutz nachzulesen, die den Titel „Neue dynamische Prozesse im Auenwald. Monitoring der Auenrenaturierung an der Donau zwischen Neuburg und Ingolstadt“ trägt.

Hochwasser sind Ereignisse, die große Schäden verursachen können, in naturbelassenen Flussauen aber der Motor einer immer neu in Gang kommenden Entwicklung von Lebensräumen und biologischer Vielfalt sind.

Die dynamischen Prozesse im Auenwald an der Donau zwischen Neuburg und Ingolstadt waren infolge des Staustufenbaus und oft jahrelang ausbleibender Hochwasser weitgehend zum Erliegen gekommen. Eine technisch aufwendige Ausleitung von Wasser in den Auenwald soll diesem Zustand abhelfen.

Die Ergebnisse der Forschungsarbeit zeigten, dass erste positive Entwicklungen bei den Auenbiozönosen bereits zu beobachten sind. Aber es zeichne sich auch ab, dass unter den heute gegebenen Randbedingungen wahrscheinlich nur ein Bruchteil der ursprünglichen Auendynamik wiederhergestellt werden könne. Infolgedessen müsse man damit rechnen, dass stauregulierte Flussauen auch nach einer Renaturierung nur noch teilweise von charakteristischen Auenbiotopen geprägt sind, obwohl ihr naturschutzfachlicher Wert aus anderen Gründen durchaus bedeutend sein könne.

Wiebke Schweer
M.A. Wiebke Schweer - Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehr- und Forschungsgebiet Ingenieurhydrologie der RWTH Aachen University
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