500 Jahre Hochwasser in Thüringen

Als Reaktion auf die Flutkatastrophe 2013 in Thüringen wurde das Landesprogramm „Hochwasserschutz 2016-2021“ ins Leben gerufen. Einer der Schwerpunkte ist Bewusstseinsbildung. Zusätzlich zu Veröffentlichungen zum Thema Hochwasser über bestehende Gefahren sowie Schutz- und Vorsorgemaßnahmen veranstaltet die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) in enger Kooperation mit Gemeinden und Landkreisen spezielle Hochwasservorträge, um in breiten Teilen der Bevölkerung ein entsprechendes Hochwasserbewusstsein zu entwickeln.

Bei dem Vortrag „Hochwasserereignisse der letzten 500 Jahre in Thüringen“ des Erfurter Umwelthistorikers Dr. Mathias Deutsch am Freitag, 13. April, um 16 Uhr in Sömmerda stehen extreme Abfluss­ereignisse aus der Zeit zwischen 1500 und 2015 im Gebiet des heutigen Freistaates Thüringen im Mittelpunkt.
Dabei geht es zunächst um verschiedene Quellen zur Hochwasserrekonstruktion. Anschließend gibt Deutsch einen Rückblick auf das Hochwassergeschehen in Thüringen, beispielsweise die Flutkatastrophen von 1871, 1909 und 1947. Hierbei wird auch auf Extremereignisse eingegangen, die im heutigen Landkreis Sömmerda sowohl an der Unstrut und Wipper als auch an deren Zuflüssen große Schäden verursachten.
Anmeldungen für die kostenfreie Veranstaltung werden bis zum 10. April entgegengenommen, schriftlich bzw. über die Fax-Nr.0361/573942-222 an die Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit der TLUG Jena, E-mail: susanne.oberlaender@tlug.thueringen.de

Wiebke Schweer
M.A. Wiebke Schweer - Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehr- und Forschungsgebiet Ingenieurhydrologie der RWTH Aachen University