Starkregenrekord in Bayern

Seit beginn der Wetterradar-Messungen 2001 ist bundesweit nirgends so viel Starkregen gefallen wie in der bayerischen Gemeinde Aschau (Kreis Rosenheim) – so lautet das Ergebnis von Untersuchungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Mit 115 Stunden Starkregen liegt Aschau noch vor den Gemeinden Berchtesgaden (102.2 Stunden) und Ruhpolding (101,7 Stunden) – beide Gemeinden liegen ebenfalls in Bayern.

Dass alle Gemeinden der vorderen Ränge in Bayern liegen, hat mit der besonderen topografischen Lage des Freistaates zu tun. Die Nordränder und Westhänge des Mittelgebirges sowie das Alpenvorland gelten als die gefährdetsten Regionen für schwere Unwetter in Deutschland.

Generell konnte in der Untersuchung jedoch festgestellt werden, dass Starkregen durch schwere Unwetter bundesweit etwa gleich wahrscheinlich sind. Außerhalb Bayerns liegt der Starkregen-Rekord bei 71 Stunden in Berlin-Halensee. Auch in Münster wurde 2014 ein „Jahrhundertunwetter“ festgestellt, und so noch in 42 anderen Gemeinden und Städten in Deutschland seit 2001.

Starkregen-Karte des GDV und DWD

 

Heribert Nacken
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Heribert Nacken - Leiter der AG Öffentlichkeit in der Fachgemeinschaft Hydrologischen Wissenschaften