GERICS-Report: „Der Einfluss des Klimawandels auf die terrestrischen Wassersysteme in Deutschland“

Terrestrische Wassersysteme – dies umfasst alle Süßwassersysteme – sind neben ihrer ökologischen Bedeutung für die Umwelt von größter Wichtigkeit für viele gesellschaftliche und wirtschaftliche Systeme, darunter Schifffahrt, Landwirtschaft, Industrie, Energie- und Wasserversorgung.

Seit dem Beginn klimatischer Aufzeichnungen hat sich das ökologische Gleichgewicht verstärkt verändert. Kleinräumige morphologische Veränderungen des Wasserkörpers und der Wasserläufe durch den Menschen, veränderte Landnutzung, erhöhte Wasserverschmutzung und erhöhter -Verbrauch stehen nun großräumigen Veränderungen des Klimawandels gegenüber. Folgen daraus äußern sich z.B. in eingeschränkter Binnenschifffahrt, unzureichenden Mengen an Kühlwasser für die Industrie, verminderten Bewässerungsmöglichkeiten in der Landwirtschaft sowie gestressten aquatischen Ökosystemen und einem erhöhten Hochwasserrisiko.

Es wurde innerhalb von Stadtplanungen, Kommunen und Unternehmen ein erhöhter Bedarf an gebündelten und aufbereiteten Klimainformationen festgestellt. Das Climate Service Center Germany (GERICS) macht diese Informationen zugängig und stellt in diesem Zusammenhang eine zuverlässige Quelle dar.

Das GERICS wurde 2009 im Rahmen der „Hightech-Strategie zum Klimaschutz“ der Bundesregierung innerhalb des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG) gegründet um zunächst die vom Klimawandel betroffenen Sektoren zu unterstützen. Später verlagerte sich die Aufgabe auch hin zur Bündelung von Informationen und Themenfeldern aus verschiedenen wisschenschaftlich und praxisorientierten Lehren.

Der Report „Der Einfluss des Klimawandels auf die terrestrischen Wassersysteme in Deutschland – Eine Analyse ausgewählter Studien“ fasst die Ergebnisse aus 29 Studien zusammen. Vorgestellt werden projizierte Trends und Analysen aus Beobachtungen, Folgen dieser Beobachtungen für den Klimawandel und daraus resultierende Empfehlungen für die Verantwortlichen.

Leitfragen der Analyse sind unter anderem:

 

„Welche Klimainformationen werden benötigt, um die Folgen des Klimawandels auf
die terrestrischen Wassersysteme bewerten zu können und sind diese Informationen
aktuell verfügbar?“

„Welche hydraulischen oder hydrochemischen Veränderungen müssen berücksichtigt
werden? Welcher Prozess ist hierbei der wichtigste?“

„Wo gibt es Verständnislücken in Bezug auf die Folgen des Klimawandels für
terrestrische Wassersysteme?“

Dieser und andere klimabezogene Reporte können kostenfrei auf der Website des GERICS heruntergeladen werden. Hier finden Sie auch Erklärvideos, Neuigkeiten und weiterführende Infomationen.

Heribert Nacken
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Heribert Nacken - Leiter der AG Öffentlichkeit in der Fachgemeinschaft Hydrologischen Wissenschaften